Weekend Magazin Steiermark

A n diesemWochenen- de ist es endlich soweit: Österreich startet mit dem Gruppen- spiel gegen Nordmazedonien in die Europameisterschaft. Nach der Verschiebung im Vorjahr geht das europäische Fußballfest nun doch über die Bühne. Rechtzeitig zum Start werden in vielen Ländern auch die Covid-Maßnahmen zurückgefahren. Auch das Wetter scheint sich für König Fußball von seiner besten Sei- te zu zeigen. Nach Wochen voller Regen und niedriger Temperaturen scheint pünkt- lich zu EM-Beginn wieder die Sonne. Alles ist also für ein Sommermärchen angerichtet. Einzig die Euphorie unter den Fans will nicht so recht auf- kommen. Geänderte Vorzeichen. Da- bei müsste man doch meinen, dass nach der Absage im Vor- jahr der Hunger nach Spitzen- fußball schon recht groß sein würde. Doch schon das Champions-League-Finale hat gezeigt, dass das Interesse nur mäßig vorhanden ist. Ein wei- terer Grund für die gedämpf- te Vorfreude ist sicher die Spielweise des Nationalteams. Während man mit dem at- traktiven Fußball unter Marcel Koller sogar gegen Liechten- stein das „Happel“ ausverkau- fen konnte, lockte der Angst- hasenfußball von Franco Foda nur mehr einen Bruchteil ins Stadion. Dass man in den letz- ten drei Spielen vor der EM auch kein Tor erzielen konnte, trägt auch nicht wirklich dazu bei, die Erwartungshaltung in die Höhe zu treiben. Stichwort Erwartungshaltung: Vor der letzten Europameisterschaft in Frankreich hatte man ja fast schon das Gefühl, dass Öster- reich um den Titel mitspielen kann. Herausgekommen ist ein eher enttäuschendes Ab- schneiden. Bleibt also nur zu hoffen, dass der geringere Druck einen positiven Effekt hat und die Mannschaft uns alle überrascht. Die Qualität hätte sie auf jeden Fall. ✶ Franco Fodas Euphorie-Problem Patrick Deutsch p.deutsch@weekend.at Nostalgie pur. Bis 3. Juli kann man imGrazer Murpark eine spannende Ausstel- lung aus dem Johann Puch Museum erleben. Karlheinz Rathkolb, Obmann Johann PuchMuseumGraz, EdithMünzer, Center-ManagerinMurpark und Peter Piffl-Perce- vic, Vereinsmitglied Johann Puch Museum Graz, zeigen die nostalgischen Gefährte sowie auch Modelle aus der Gegenwart. MEINUNG FOTOS: CHRIS ZENZ, MURPARK Von Vätern und Töchtern Die meisten sagen, ich sei wie er. Immer lustig, oft zu laut, immer einen flotten Spruch auf den Lippen, der nur darauf wartet, endlich artikuliert zu werden. Viele mögen solche Vergleiche nicht, ich hab sie immer als Kompliment betrachtet. Und je älter ich werde, desto mehr schätze ich sie. Während wir in vielen Dingen nur allzu gleich sind, könnte ich über un- sere Gegensätze manch- mal einen Roman schrei- ben. Von der politischen Einstellung bis zum Er- nährungsstil, vom Musik- geschmack bis zur Wohnort-Debatte. Fakt ist: Keine einzige Diffe- renz kann uns je ausein- anderbringen. Es gibt wenige Menschen, von denen ich behaupten würde, dass ich sie aktiv in meinem Leben brau- che – er wird immer da- zugehören. Sei es für die Reparatur der Waschma- schine, für den Orientie- rungssinn (er versucht mir noch immer, Stre- cken mittels Landkarten zu erklären) oder für eine Umarmung, falls das Herz einen kleinen Knacks bekommt. Alles Liebe zum Vatertag! KOMMENTAR Cornelia Scheucher Redaktion 4 | WEEKEND MAGAZIN HIGHLIGHTS

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