Weekend Magazin Wien

LEBENSART L aut Expertenschät- zungen werden in Österreich ca. 800.000 bis eine Million Menschen zumin- dest temporär von Ohrenge- räuschen geplagt. Knapp 200.000 davon müssen mit einem chronischen Tinnitus als ständigem unerwünsch- tem Begleiter leben. Im Prinzip gilt diese Geräusch- kulisse im Innenohr zwar als ungefährlich, sie kann die Betroffenen jedoch mitun- ter schwer belasten und da- her vor allem das Auftreten psychischer Probleme be- fördern. Ursachen. Die Krux bei der zielsicheren Behandlung ei- nes Tinnitus ist die unge- mein große Bandbreite an Faktoren, die für sein Auf- treten verantwortlich zeich- nen können: So lässt er sich beispielsweise auf ein Lärm- oder Knalltrauma, einen Hörsturz, eine Mittelohrent- zündung oder eine Trom- melfellperforation zurück- führen. Darüber hinaus kön- nen jedoch auch Herz-Kreis- lauf-Erkrankungen, eine überbordende Stressbelas- tung oder Erkrankungen des Innenohrs dafür ursächlich sein. Sobald sich ein Tinni- tus bemerkbar macht, sollte man daher schleunigst einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt konsultieren. Rasch handeln. Grund- sätzlich wird zwischen einem akuten Tinnitus, der nicht länger als drei Monate be- steht, sowie einem chroni- schen Tinnitus, der über die- se Frist hinaus andauert und oftmals nie vollständig ver- schwindet, unterschieden. Ersterer wird in der Regel mit einer Infusionstherapie mit entzündungshemmenden so- wie durchblutungsfördern- den Medikamenten thera- piert. Ein Prozedere, das sich übrigens als am erfolgver- sprechendsten erweist, wenn damit in den ersten 24 bis 48 Stunden nach dem erstmali- gen Auftreten der Ohrenge- räusche begonnen wird. Wenn ein Tinnitus auf eine Fehlbildung des Gebisses Sei still! TINNITUS. Ohrengeräusche können unsere Lebensqualität empfindlich beeinträchtigen. Wir geben Ihnen jedoch eine Reihe von Tipps an die Hand, mit denen Sie die Störenfriede zum Verstummen bringen. Von Stefan Kohlmaier FOTOS: MAURITIUS IMAGES/LICHTERWERK, LITTLEBEE80/ISTOCK/GETTY IMAGES Ein akuter Tinnitus sollte in- nerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden mit einer Infusions- therapie behandelt werden. FOTO: MODELFOTO: COLOURBOX.DE 32 | WEEKEND MAGAZIN

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