Weekend Magazin Steiermark

Robert Eichenauer r.eichenauer@weekend.at FOTOS: CHRIS ZENZ, THEARTISFRED/INSTAGRAM SCREENSHOT TOP Im Zuge der heurigen „Wein- trophy“ wurden die 13 bes- ten steirischen Weine gekürt. Auch wenn einiges umge- stellt werden musste, so war es doch wieder einmal eine wertvolle Möglichkeit für die heimischen Winzer, ihren tollen neuen Jahrgang zu präsentieren. FLOP Die aktuelle Trockenheit und Kälte, die in der Nacht immer noch herrscht, setzt der steirischen Landwirt- schaft zu. Die Wiesen können dadurch nicht richtig austreiben und so fehle wichtiges Futter auf der Weide, berichtet die Landwirtschaftskammer. ONLINE HIGHLIGHT DIE BESTEN SOCIAL-MEDIA-POSTS DER WOCHE: EINE RUNDE WEITER (@THEARTISFRED) Der Steirer Fred Owusu freut sich auf das große Finale bei Starmania. Die Chancen auf den Sieg stehen gut! MEINUNG Nicht ganz dicht Bei einigen Künstlern macht sich die lange Ab- stinenz an medialer Auf- merksamkeit schön lang- sam bemerkbar. Sie scheinen den Fokus der Öffentlichkeit derart zu vermissen, dass sie sich auf Facebook mit – ihres Glaubens nach – „satiri- schen“ und „ironischen“ Videos wieder zu Wort melden. Darin machen sie die Corona-Maßnah- men lächerlich und stel- len die aktuelle Situation auf zynischste Art und Weise als Witz dar. Natür- lich ist diese Berufsgrup- pe enorm von den Maß- nahmen betroffen und hat auch das Recht dazu, ihren Unmut kundzutun. Diese Aktion sichert ih- nen aber eher Applaus aus den Reihen der Coro- na-Leugner und selbster- nannten Querdenker. Vor allem aber sind die Vi- deos ein Schlag ins Ge- sicht für jene, die eigent- lich mehr Recht auf die Äußerung ihres Unmuts hätten. Jene, die tagtäg- lich hautnah mit den Aus- wirkungen des Virus zu tun haben. Und seit über einem Jahr auf den Inten- sivstationen um das Überleben der Erkrank- ten kämpfen. KOMMENTAR Teresa Frank Redaktion Corona und das Gute daran N atürlich ist Mathias Horx’ zuckerlrosa Entwurf einer im- mer glücklich seienden Post- corona-Gesellschaft blanker Unsinn. Nebenbei bemerkt: Es ist mir schleierhaft, wie ein die Zukunft betreffende Fragen konsequent daneben liegender Zukunftsforscher von seiner Profession so gut leben kann. Wie wohl ange- merkt werden muss, dass die Pandemie – so man das sa- gen darf – tatsächlich manch positive Entwicklung für sich verbuchen kann. Immerhin wurde soeben bereits das dritte Regierungsmitglied mit Fachkenntnissen ange- lobt. Da darf man durchaus von einer Serie sprechen. Vor Corona wäre derartiges näm- lich völlig undenkbar gewe- sen. Offensichtlich hat sich jedoch bei den Regierungs- parteien tatsächlich die Mei- nung durchgesetzt, dass in Krisenzeiten lieb schauen und der Abschluss eines NLP-Lehrgangs für ein Mi- nisteramt nicht ausreicht. Ich habe gehört, Horx prognosti- ziert bis zum Ende der Legis- laturperiode gar eine durch- gängige Expertenregierung. Auch hier wird er daneben liegen, schließlich kommen wieder bessere Zeiten. Was soll man dann mit den gan- zen Experten in den Ministe- rien machen? Kein Zuckerschlecken. Vielleicht wäre es schlau, die- se Entwicklung zum Anlass zu nehmen, die Bestellung von Regierungsmitgliedern zu professionalisieren. Als Vorbild könnte die EU die- nen. Vor Amtsantritt muss sich nämlich jeder künftige Kommissar einemmehrstün- digen Hearing im Europäi- schen Parlament stellen. Kein Zuckerschlecken, wie so mancher zu berichten weiß. Das könnte auch für Öster- reich eine gute Idee sein. Christine Aschbacher wäre in einem solchen Hearing wohl mit Pauken und Trom- peten untergegangen und uns erspart geblieben. ✶ WEEKEND MAGAZIN | 3 HIGHLIGHTS

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