Weekend Magazin Kärnten

SCHULDENLAST. Umdie Auswirkungen der Corona-Krise auf Wirtschaft und Gesell- schaft abfedern zu kön- nen, nimmt unser Staat massiv Schulden auf. Doch wer wird dafür einmal geradestehen? WERWIRD DIE CORONA- ZECHE BEGLEICHEN? FRAGE DER WOCHE Alfredo Sekoll Filialleiter kika Klagenfurt Wir alle werden die Corona-Schul- den indirekt mittragen müssen. Ich gehe aber davon aus, dass die Regierungen der EU alles daran- setzen werden, um die Wirtschaft in der Union anzukurbeln und so- mit die entstandenen Schulden mit Hilfe von niedrigen Zinsen schnel- ler in den Griff zu bekommen. Werner Stein Notar Klagenfurt Wir ALLE! In einer Krise muss der Staat einspringen. Aber der Staat, das sind wir alle! Daher sind es auch wir, die die Schulden zurückzahlen! Aus diesemGrunde ist die Erwar- tung eine hohe, dass die, die für die Verteilung von Unterstützungen zuständig sind, behutsam, überlegt undmit Bedacht damit umgehen! Jürgen Mandl Präsident WK Kärnten Wir alle und unsere Nachkom- men. Bei Ausbruch der Pandemie wollten wir vor allem die Älteren schützen und haben dafür die schweren Schäden in der Wirt- schaft in Kauf genommen. Wie wir wieder an Fahrt aufnehmen, wird auch der Comebackplan der Bundesregierung entscheiden. Ulrike Herzig Geschäftsführerin Kneipp Akadmie Unsere Bundesregierung darf die Kosten keinesfalls auf Unterneh- mer abwälzen, die bereits hart von der Krise getroffen wurden – etwa Heilmasseure oder Fitnesscenter- betreiber. Sie muss stattdessen über eine faire Begleichung der auch von ihrenMaßnahmen verur- sachten Kosten nachdenken. Gaby Schaunig LH-Stellvertreterin Finanzlandesrätin Letztlich werden wir alle die Kos- ten der Pandemiebewältigung zu tragen haben. Entscheidend wird sein, die Schuldenlast gerecht zu verteilen, weshalb ich die Einfüh- rung von fairen Vermögenssteu- ern und das Schließen von Steu- erschlupflöchern für internatio- nale Konzerne befürworte. Günther Goach Präsident AK Kärnten Es braucht in dieser schwierigen Zeit Kompromisse und Hilfe für Arbeitnehmer aber natürlich auch für Wirtschaftstreibende. In Zu- kunft müssen jene, die Vermögen haben, ihren gerechten Teil an der Krise leisten. Arbeitnehmer wer- den ohnehin an der Quelle – durch Gehaltsabzüge – besteuert. FOTOS: KAERNTENPHOTO, KIKA MÖBELHANDELS GES.M.B.H., WKK/HELGE BAUER, GERNOT GLEISS, AK/JOST&BAYER, KNEIPP AKADEMIE MODELFOTO: COLOURBOX.DE

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