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D as Eigenheim im Wandel: Wie Corona auf die Häuslbauer ein- wirkt, was das Traumhaus heute wirklich ausmacht und wo Feh- lerquellen lauern – auch beimFertighaus: Der Profi lässt im Interview tief blicken, erzählt von neuenWohn-Wünschen und liefert aktuelle Antworten. Corona hält uns alle im Atem. Auch den Fertighausmarkt? MURHAMMER: Es zeichnen sich keine wirtschaftlichen Katastrophen ab. Aktu- ell werden die übervollen Austragsbü- cher der letzten Quartale abgearbeitet. Und die Nachfrage nach Fertighäusern ist enorm. Offensichtlich möchten viele Menschen einen künftigen Lockdown lieber in einem Eigenheim, als in einer Stadtwohnung erleben – aus welchen Gründen auch immer. Die Zahl der vor- liegenden Kaufverträge ist angesichts der Rahmenbedingungen zufrieden- stellend. Eine endgültige Bilanz des Ausnahmejahres muss noch warten. Hat sich die Wunschliste potenzieller Ei- genheimbesitzer zuletzt geändert? MURHAMMER: Änderungen betreffen völlig naheliegend das Homeoffice. Die zunehmende Arbeit von zu Hause aus verlangt eine entsprechende Planung des Wohnraums und eine deutliche Trennung in einen Firmenarbeitsbereich: in Zonen für private Tätigkeiten undFlächen für Er- holung, Hobby undEntspannung. Aktuell ist nur selten eine derartige Raumeintei- lung gegeben oder überhaupt möglich. Eine zusätzliche Herausforderung sind Videokonferenzen aus den eigenen vier Wänden. Dadurch wird der Arbeitsplatz zuHause auch noch zur öffentlichenBüh- ne. Die Fertighausbranche ist folglich aufgerufen, künftig Büroarbeitsplätze im privaten Bereich vermehrt „mitzu- denken“. Das muss und kann oftmals gar nicht ein eigener Raumsein. Viel wichtiger ist, dass eine bestimmte Zone entspre- chend geplant wird: Dabei geht es etwa um ausreichendes natürliches Licht, die passende künstliche Beleuchtung, umdie richtige Ausrichtung von Bildschirmen, um vorgesehene Ablageflächen und um Anschlüsse. Welcher Haustyp ist besonders gefragt? MURHAMMER: Die gängigsten Vorlieben liefernzweiHausbeschreibungen:Das ers- teObjekt ist ein 118Quadratmeter großer, barrierefreier Bungalow mit Walmdach, weißer Fassade und grauen Fenstern; ALLES UNTER DACH &FACH TEXT: RUDOLF GRÜNER HAUSGESPRÄCH. Die Wohn- bedürfnisse der Österreicher ändern sich, das Fertighaus auch: Was Trend ist, erklärt Verbands-Geschäftsführer Christian Murhammer. FOTOS: DEAGREEZ/ISTOCK.COM, ÖSTERREICHISCHER FERTIGHAUSVERBAND, KATARZYNABIALASIEWICZ/ISTOCK.COM 68 HOME

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