Weekend Magazin Tirol

1.500.000 Euro erhält der Experimentalphysiker Dr. Philipp Schindler für seine Forschung zu komplexen Quantensystemen. Der Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) zählt zu den renommiertesten Förderungen und geht bereits zum zehnten Mal an die Uni Innsbruck. ■ Wie sind Sie auf die „Ergänzung Digital Science“ aufmerksam geworden? Im Rahmen meines Studiums der Sportwissenschaften kann ein kleiner Teil der Lehrveranstaltungen als interdisziplinäre Kompetenzen selber gewählt werden. Hier bin ich auf einen Programmierkurs des Digital Science Centers gestoßen. Da der Kurs bereits Teil der Ergänzung war und mich Inhalt sowie die Unterrichtsart vollends überzeugt haben, habe ich gleich das ganze Paket absolviert. ■ In welchem Bereich Ihrer Ausbildung konnten Sie das Gelernte anwenden? Digitalisierung ist in der Sportwissenschaft ebenfalls ein wichtiges und aktuelles Thema. Leider ist dieser Aspekt in den Curricula noch sehr wenig abgedeckt. Umso größer ist deshalb auch das Alleinstellungsmerkmal für einen Sportwissenschaftler, wenn man Kenntnisse in diesem Bereich besitzt. ■ Glauben Sie, dass Sie durch die Absolvierung dieser Ergänzung für Ihre berufliche Zukunft profitieren? Da bin ich mir ganz sicher. Bereits während des Studiums sind einzelne Personen auf mich zugekommen, um zusammen Probleme an der Schnittstelle zwischen Sportwissenschaft und Digitalisierung anzugehen. Für die Arbeitsstelle, die ich gleich im Anschluss an das Studium gefunden habe, waren die Kenntnisse im Umgang mit Daten sogar ein Muss. Die zukunftsweisende „Ergänzung Digital Science“ richtet sich an alle Studierenden der Universität Innsbruck, die ihre Kompetenzen in zentralen Bereichen der Digitalisierung ausbauen möchten. Sie wird vom Digital Science Center (DiSC) angeboten. Weitere Informationen: uibk.ac.at/disc FRAGEN ZUR STUDIENERGÄNZUNG DIGITAL SCIENCE Das letzte Zucken der Eiszeit Ein internationales Forscher*innen-Team mit Beteiligung von Univ.-Prof. Christoph Spötl vom Institut für Geologie blickt präzise wie noch nie in das Ende der letzten Eiszeit. Wann und wo genau die „Jüngere Dryaszeit“ begann und endete, war bisher nicht im Detail bekannt. Ein Meteoriteneinschlag war jedenfalls nicht Schuld an der Klima-Anomalie, wie häufig angenommen wurde. Die analysierten Proben stammen aus vielen Teilen der Welt, wie aus der Seso Höhle in Spanien (im Bild). Wir bauen Brücken. Seit 1669 www.uibk.ac.at Florian Dobler Student der Sportwissenschaften und erster Absolvent des neuen Lehrangebots „Ergänzung Digital Science“

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